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Veröffentlicht am: 24.08.2026 18:19 • Link zum Beitrag
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The Amateur.

Ein Agentenfilm der Jetztzeit. Rami Malek hat nach "Mr. Robot" hier als Charles wieder einen IQ von 170 und ist eigentlich der Dude, der bei der CIA die Systeme entwickelt und immer am Computer arbeitet, also laut Titel ein "Amateur". Aber nachdem seine Frau zufälligerweise ermordet wurde, muss er raus ans Tageslicht, um Rache zu nehmen. Den Charakter von Charles finde ich inkongruent, die Handlung ist teilweise arg konstruiert und erinnert mich erzählerisch eher an eine Art Märchen. Andererseits zeigt der Film, wie drei rivalisierende US-Amerikaner in Madrid oder Istanbul für Chaos sorgen und das ist dann ja doch irgendwie auch realistisch.

#filmkritik
Veröffentlicht am: 15.08.2026 14:21 • Link zum Beitrag

The Fall Guy.

Damals, als "Knight Rider" und das "A-Team" Fernsehhits waren, da gab es doch auch "Colt Sievers", diese Vorabendserie über einen Stuntman. Was wäre, wenn wir die als Grundlage für einen Film nehmen? Ich hatte dementsprechend nichts von dem Film erwartet, aber: Es war gutes, unterhaltsames Augenfutter mit Witz und Action. Ja, der Bösewicht hat sich vorm Finale zu lange erklärt, aber sonst: Schön meta, schön Ryan Gosling und aus Gründen auch Einhörner.

#filmkritik
Veröffentlicht am: 14.08.2026 13:19 • Link zum Beitrag

The Fantastic Four: First Steps.

Ein Superheldenfilm, der optisch sehr retrofuturistisch ist und ich mag das sehr. Die Optik wirkt möglicherweise durch diese Ästhetik auch weniger CGI als sie tatsächlich ist. Leider ist das Drehbuch voller offensichtlicher Logikfehler und kreist in der ersten Stunde um die Geburt eines Babys, in der zweiten Stunde um das Baby selbst. Größter Lacher war das Schnittbild, bei dem der clevere Superprofessor beim Brainstorming gegen den Bösewicht erstmal "Power" und "Cosmic" mit Kreide an die Tafel schrieb. Bei der Charakterzeichnung gab es ein paar tatsächlich witzige Momente, aber overall ist der Film ethisch leider muffig.

#filmkritik
Veröffentlicht am: 08.08.2026 00:03 • Link zum Beitrag

Michael.

Ein Fanfilm quasi, der einerseits erzählt, wie böse Michael Jacksons Vater war und andererseits erzählt, wie toll John Branca ist. Wer? Der Producer dieses Films, achso. Bis "Thriller" erzählt der Film recht kleinteilig, dann geht's noch bis "Bad" und dann ist Schluss. Was ein EQ ist wird als Frage zwar gestellt, aber nie beantwortet, Quincy Jones war kurz da, aber da ging es um "Off the Wall"? Bei "Thriller" spielte die Musik keine Rolle, sogar die Geschichte zu "Billie Jean" ist dem Film zu schwierig, sodass dann lieber geschauspielerte Livemitschnitte gezeigt werden, welchen Mehrwert haben die eigentlich? Ach und: Ist die Erziehung mit dem Gürtel jetzt gut gewesen oder schlecht? Einerseits ist der gewalttätige Vater böse, andererseits wäre ohne seinen Drill Michael Jackson doch kein so perfektes Wrack gewesen? Ich bin nicht genug Michael-Jackson-Fan, um diese gut zweistündige Lobhudelei unterhaltsam zu finden.

#filmkritik
Veröffentlicht am: 03.08.2026 18:01 • Link zum Beitrag
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They will kill you.

Das ist Trash im besten Sinn: Tarantino und später auch »John Sinclair«. Viele Blutfontänen, die mich in ihrer Artsyness zum Lachen brachten. Ist das schon influenced by Epstein? Ich fühlte mich gut unterhalten.

#filmkritik
Veröffentlicht am: 01.08.2026 16:38 • Link zum Beitrag
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Hit Man.

Dieser Film hat mich sauer gemacht. Ich bin immer noch sauer. Die Handlung soll auf wahren Begebenheiten beruhen, das habe ich nicht weiter recherchiert. Worum geht es: Gary ist Philosophie- und Psychologie-Lehrer in einem College und langweilig, er hat zwei Katzen namens "Es" und "Ego", immerhin hat er ja was mit Psychologie zu tun, er bastelt aber auch gern mit Elektronik und wird deshalb von der Polizei angeheuert, damit er bei Abhörmaßnahmen technische Unterstützung liefert. Die Polizei hat eine tolle Masche: Sie hat eine Person, die sich als Auftragskiller ausgibt und wer sie anheuert, landet im Knast. Der Dude, der das eigentlich macht, wird aber kurzfristig suspendiert, weshalb Gary einspringen muss. (?) Gary macht das richtig gut und trotzdem ist er bei den anderen Polizisten immer noch ein Langweiler, immerhin kommt jetzt auch noch raus, dass er Ornithologe ist. (??) Gary findet aber auch Gefallen an seiner neuen Sidequest und denkt sich bei jedem neuen Job eine neue Rolle für sich als Serienkiller aus. Die Perücke und der angeklebte Bart oder die Fake-Akzente sind nie verdächtig und außerdem heuern in dieser Stadt echt viele Leute Auftragskiller an. Irgendwann heuert ihn eine normschöne Frau an und er verliebt sich augenblicklich und dann passieren Dinge. Achso, es gibt auch noch eine Ex-Frau, die schwanger ist und random erzählt, dass eine neue Studie belegt, dass "Fake it till you make it" funktioniert. Es ist eine unfassbar dumme Aneinanderreihung von Dialogen, die keinen Sinn ergeben und die Charaktere handeln nie schlüssig. Gleichzeitig will der Film cool sein und ist ethisch rückständig. Es ist als ob jemand mit einer KI das Drehbuch zu einem edgy coolen 2010er Film gepromptet hat — und das dann mit Netflixmoney viel zu professionell umgesetzt wurde.

#filmkritik
Veröffentlicht am: 30.07.2026 17:28 • Link zum Beitrag
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Knox Goes Away.

Da ist ein Auftragskiller und der ist sehr perfekt in seinem Auftragskillerding und hinterlässt nie Spuren und ist Protagonist von 1000 Filmen. Hier ist der Auftragskiller alt und hat nicht Alzheimer, sondern Creutzfeldt-Jakob, was dem Film sehr wichtig ist, weil dadurch das Hirn schneller abbaut. Inhaltlich ist der Plot plötzlich irgendwo zwischen »Memento« und »Ocean's 11«. Und dramatisch, also langsam. Ich habe mich viel zu sehr über die Szenen im Polizeirevier gefreut, weil die Menschen hier in einem normalen Tempo gesprochen haben. Oh, Michael Keaton spielt hier die Hauptrolle. Und führte Regie. Und hat auch produziert. Laut Wikipedia sagt er:
»There are a lot of pluses to directing yourself. You have a head start and a big advantage in terms of time — there's less discussion because you don't have to have the discussion with yourself. There's a lot of wasted time on movie sets, and the energy just gets bogged down. You've got to keep the pace up so people don't get bored.« (Michael Keaton)

Ich war nicht während des gesamten Films gelangweilt, aber.

#filmkritik
Veröffentlicht am: 29.07.2026 22:37 • Link zum Beitrag
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Companion.

Eine Art Kammerspiel, einige Ideen sind überraschend und clever und es gibt mehrere Bedeutungsebenen. Ich hatte größtenteils Spaß mit dem Film, auch wenn manche Kleinigkeiten eher keinen Sinn ergeben und es auch ein bisschen Gore gibt, was es für mich nicht gebraucht hätte. Die Trailer (die ich danach schaute) verraten leider zu viel.

#filmkritik
Veröffentlicht am: 23.07.2026 18:50 • Link zum Beitrag
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Backrooms.

Ein Film basierend auf Liminal Spaces hat prinzipiell dasselbe Problem wie die meisten Filme, die auf Computerspielen basieren beispielsweise. Dieser geht ein paar Wege, die ich nicht geahnt hatte, lässt ein paar Dinge weg, die ich befürchtet hatte. Auf mich als jemanden, der die YouTube-Backrooms nur teilweise kennt, dafür aber Blender gern nutzt, wirkt der Film sicher anders als auf andere Menschen. Ich erfreue mich an den Visuals und den vielen Elementen, an den Assoziationen zu »Erinnerungen« und auch »AI-Halluzinationen«. Ich hätte gern Bobby und Kat länger gesehen. Für mich ist »Backrooms« gelungener Pop-Surrealismus.

#filmkritik
Veröffentlicht am: 17.07.2026 13:14 • Link zum Beitrag
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Undertone.

Ich mag Horrorfilme in der Regel nicht, wieso schau ich mir dann einen an? Die Prämisse (Horror aus Soundschnippseln in Podcasts) klang interessant. Bekommen habe ich: Kinderlieder (in Reverse), tote Kinder, eine sterbende Mutter, viel christlichen Kram inklusive Dämonen mit nach unten gepitchter Stimme und flackernde Lampen. Dass das alles sehr clean wirkt sonst, macht zumindest für mich jede Atmosphäre kaputt. Im Vergleich hierzu ist »John Sinclair« ähnlich deep — und macht mehr Spaß.

#filmkritik

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