3.2
Armin und Katja liegen in Katjas Bett. Sein Mobiltelefon beginnt zu piepen.
Er nimmt es und sagt: "Wie können Sie es wagen, anzurufen? Ja, und deswegen stören Sie mich? Nein, ich werde nicht kommen."
Sie erwacht und sagt: "Wer war es denn?"
"Die Behüter von Recht und Ordnung."
"Die Polizei? Was ist denn passiert?"
"Meine Mutter wurde gestern tot aufgefunden."
"Oh Gott!"
"Missbrauche nicht seinen Namen, sie war es nicht wert."
"Armin, warum bist du immer so grausam?"
"Dunkelgrausam, hoffentlich bald schwarz."
"Bunt!"
"Bunt?"
"Ja, bunt! Schau dich um, alles voller Farbe!"
"Aber nachts wird es dennoch schwarz."
"Warum hasst du das Licht?"
"Es zeigt so viele Lügen, so viel Hässliches"
"und Farben! Bunte Farben"
"die zusammen genommen doch wieder schwarz werden."
Beide schweigen. Das Mobiltelefon klingelt erneut, bis Armin es nimmt und an eine Wand wirft.
Sie sagt: "Armin, ich muss zur Arbeit fahren."
Er sagt: "Vanelin, du musst hier bleiben."
"Ich habe Hunger."
"Sag, wenn er groß genug ist, dass dir das Essen wieder schmeckt."
"Jetzt ist er wohl groß genug."
"Würdest du alles essen, was ich dir vorsetze?"
"Nein, aber frische Brötchen, bestrichen mit süßer Marmelade."
"Ich hole sie dir."
Er steht auf, kleidet sich an und geht.
Sie sagt: "Mach schnell, bevor ich am Hunger verende."
Er sagt: "Andere verenden am Essen."
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