Der Sinn des Lebens

Ich frag' mich, was ich machen soll
und denke hin und denke her
mein Lebens war einst hoffnungsvoll
doch nun ist's gänzlich leer

Es liegt seit Ewigkeiten brach
im Windfang seiner Lüste
so grüble ich und denke nach
was ich denn machen müsste.

Da fällt's mir ein! - Nee, doch noch nicht
Wie schade aber auch!
Denn Abwasch, Arbeit, Lebenspflicht
sind doch nur blöder Brauch -
nur immer wieder leere Hüllen
von denen jede rasch verging.
Was konnte nur mein Leben füllen?
Dies arme, hohle Ding.

Jetzt hab ich's! - Liebe, ja, das war's!
Oder ... na ja, eigentlich
beiße ich dann doch ins Gras
und der liebe Gott fragt mich:
"Was hast Du Sinnvolles getan?"
Und ich sag': "Ja, ich liebte."
Dann werd' ich doch zur Hölle fahr'n,
weil ich sonst nichts hinkriegte.

So blick' ich himmelwärts empor
und frage ihn (den Gott): "Warum?"
Doch wieder bleibt der Himmelschor
samt seinem Dirigenten stumm.

So weiß ich nicht, wieso ich bin,
wohin ich geh', woher ich kam
und kenne keinen Lebenssinn,
der nicht entwich dem Darm.

zurück